Vera Bianchi Feministinnen in der Revolution

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Die Gruppe Mujeres Libres (Freie Frauen) wurde kurz vor Ausbruch des Spanischen... mehr
"Vera Bianchi Feministinnen in der Revolution"

Die Gruppe Mujeres Libres (Freie Frauen) wurde kurz vor Ausbruch des Spanischen Bürgerkriegs gegründet, um sich zwei Zielen zu widmen: der sozialen Revolution und der Verbesserung der Situation der Frauen. In den drei Jahren ihres Bestehens waren mehr als 20.000 Mitglieder in über 150 Ortsgruppen organisiert; sie gaben eine Zeitschrift heraus, leiteten Bildungs- und Ausbildungskurse für Frauen, organisierten Hilfsarbeiten für die Frontkämpfer und eigene Kolonnen von Frontkämpferinnen.

Auszug

Die Gruppe Mujeres Libres wurde im April 1936, also drei Monate vor Beginn des Spanischen Bürgerkriegs, in Madrid von Lucía Sánchez Saornil, Mercedes Comaposada und Ámparo Poch y Gascón gegründet. Wie viele spätere Mitglieder der Gruppe waren sie in der anarchistischen Bewegung aktiv gewesen, dann aber durch den dort herrschenden Sexismus enttäuscht worden. Deshalb kamen sie zu der Überzeugung, daß es zumindest temporär notwendig sei, eine eigene Frauenorganisation zu haben. Mit der Gruppe verfolgten sie zwei Ziele: »captación« und »capacitación«. Das erste bedeutet »Anziehen« in dem Sinne, daß sie Frauen für die anarchistische Bewegung begeistern und gewinnen wollten; das zweite war damit unerläßlich verbunden, die »Befähigung« der Frauen. Diese sollten durch Ausbildung und Bildung in die Lage gebracht werden, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Nach den Mujeres Libres befand sich die Frau in einer dreifachen Sklaverei: als Arbeiterin, als Hausfrau und Mutter und als Unwissende.

Aus der Presse:

" Das Buch von Vera Bianchi basiert auf Texten, die weitgehend vergessen in verstaubten Archiven in Spanien lagern. Stimmen von Frauen, die gestorben sind, ohne daß sich jemand für ihre Ideale und Erfahrungen interessiert hätte. Erinnerungen von Frauen, die sich nicht mundtot machen ließen."

Maike Dimar, Junge Welt


"Vera Bianchi diskutiert die ideologische Ausrichtung, das Verhältnis zu anarchistischen Organisationen und anderen Frauengruppen während des Bürgerkrieges, das Überleben etlicher Protagonistinnen und die Neugründung 1979. Ein aufschlussreicher Bildteil rundet das Buch ab.
Allen, die sich gerne von feministischen Traditionen im Politischen überraschen lassen, seien dieser Band und die 'Mujeres Libres' ans Herz gelegt."
Gabriella Hauch, Frauenzimmer Wien

"Die Geschichte der Mujeres Libres bleibt auch heute eine Herausforderung. Trotz der beschriebenen problematischen Quellenlage und der angedeuteten Notwendigkeit weiterer Forschung kann Vera Bianchis mit diesem Buch vorliegender Versuch, die Mujeres Libres 'auch im deutschsprachigen Raum bekannt zu machen' (S.121) als gelungen betrachtet werden."
Johanna Hellkerns, in: graswurzelrevolution 282


Interview mit Vera Bianchi anlässlich der Linken Literaturmesse Nürnberg 2003

Die Autorin

Vera Bianchi studierte Neuere und Neueste Geschichte, Germanistik und Soziologie in Freiburg i.Br. und Dresden. Ihre Schwerpunkte sind soziale Bewegungen und feministische Wissenschaft. Heute lebt sie in Hamburg.
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