A.G. GENDER-KILLER (Hg.) Antisemitismus und Geschlecht

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"Eine außergewöhnliche Publikation. Wir brauchen mehr davon!" Rosa Reitsamer,... mehr
"A.G. GENDER-KILLER (Hg.) Antisemitismus und Geschlecht"

"Eine außergewöhnliche Publikation. Wir brauchen mehr davon!"

Rosa Reitsamer, Malmoe 31, Frühjahr 06


Die Beiträge dieses interdisziplinären Sammelbandes erkunden den Zusammenhang verschiedener antisemitischer Geschlechterbilder. Sie zeigen, mit welchen Codierungen und Normvorstellungen gearbeitet wurde, um den „jüdischen“ Körper als anderen zu stigmatisieren. Verdeutlicht wird so, dass sich Antisemitismus und Geschlecht nicht nur am Rande berühren, sondern dass Geschlecht zentral für das Funktionieren antisemitischer Stereotype und Hassfiguren war. Einheitliche Stereotype vom „deutschen“ Mann und von der „deutschen“ Frau standen widersprüchlichen Bildern des „Jüdischen“ gegenüber. Der „jüdische“ Körper sei paradox gespalten: männlich und weiblich zugleich. Die Folge sind Bilder, die vom effeminierten „jüdischen“ Mann bis zum „jüdischen Vergewaltiger“ und Mädchenhändler, von der „schönen Jüdin“ bis zum „jüdischen Mannweib“ reichen. Dabei wird deutlich, dass diese Bilder nicht als singuläre existieren können, sondern dass sie aufeinander angewiesen sind und ihre Kraft nur durch ihr Zusammenspiel entfalten. Geschlechterbilder, so zeigen die Untersuchungen u.a. aus historischer, kunst- und sozialwissenschaftlicher Perspektive, ziehen sich nicht zufällig als roter Fadern durch die antisemitischen Darstellungen. Gerade mit ihrer Hilfe kann die (biologische) „Andersheit“ von Juden und Jüdinnen artikuliert und (re-) produziert werden.

"... Das Buch zählt mit seinen tatsächlich recht que(e)r zu sich überschneidenden Themen, die jedoch nur selten gemeinsam gedacht werden, sicher zu den lesenswertesten Neuerscheinungen zum Thema Antisemitismus der letzten Jahre."

Thomas Schmidinger, "Israel Nachrichten" Nr. 11332 vom 9. Juni 2006



Aus dem Inhalt:

A.G.Gender-Killer
Geschlechterbilder im Nationalsozialismus. Eine Annäherung an den alltäglichen Antisemitismus

Christina von Braun
Der Körper des "Juden" und des "Ariers" im Nationalsozialismus

Klaus Hödl
Genderkonstruktion im Spannungsfeld von Fremd- und Selbstzuschreibung. Der "verweiblichte Jude" im diskursiven Spannungsfeld im zentraleuropäischen Fin de Siècle

Meike Günther
Wider die Natur: Zur Verkörperung antisemitischer Stereotype durch Geschlechterkonstruktionen

Hildegard Frübis
Repräsentationen „der“ Jüdin – Konzepte von Weiblichkeit und Judentum in der Jüdischen Moderne

Eva-Maria Ziege
Die Bedeutung des Antisemitismus in der Rezeption der Mutterrechtstheorie

Elke Frietsch
Der trojanische Königssohn im Polohemd. Sind die Darstellungen des "Parisurteils" aus der Zeit des 'Dritten Reiches' 'spezifisch nationalsozialistisch'?

Jeanette Jakubowski
Walsers Griff in die antisemitische Mottenkiste oder die verführerische Macht der jüdinnen- und judenfeindlichen Stereotype

Bini Adamczak
Antisemitismus dekonstruieren? Essentialismus und Antiessentialismus in queerer und antinationaler Politik

Michael Moreitz
Judenfeindschaft in der Deutschen Geschichte und Gegenwart

Zur Rezension von Annika Nickenig: literaturkritik.de:

Annika Nickenig: Auf den Leib geschrieben. literaturkritik.de Nr. 8, August 2007

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